Kennen Sie das? Sie sind auf einem Date und die andere Person schaut Ihnen immer wieder direkt oder auch länger in die Augen. Fragen Sie sich womöglich, was das nun bedeutet und wie Sie damit umgehen sollen? Blickkontakt kann viele Formen annehmen und auch viele verschiedene Bedeutungen haben. Daher ist es gut, einmal genauer hinzuschauen, was in der jeweiligen Situation passiert, was es bedeuten könnte, und was darauf folgt. Wir haben ein paar Beobachtungen und Tipps für SIe zusammengestellt.

Blickkontakt beim Dating

Wir Menschen transportieren mit unserem Blick eine Unmenge an Dingen: Information, Gefühle, Wertschätzung, Signale, Aufforderungen. Das kann unter Umständen auch verwirrend sein. Deshalb haben wir uns hingesetzt und für den Datingkontext ein paar Beobachtungen und Tipps gesammelt, die Ihnen bei solchen Fragen behilflich sein sollen. Als erstes widmen wir uns verschiedenen Formen des Blickkontakts und deren Bedeutung, und dann schauen wir uns an, was daraus folgt.

  • Was wir im Alltag oft nicht so richtig oder nur am Rande wahrnehmen, ist in einer Situation wie dem Dating mit besonderer Aufmerksamkeit zu genießen. Daher gilt es, vorsichtig zu unterscheiden. Fangen wir mit dem Unterschied zwischen Dauer und Häufigkeit an. Manche Personen neigen dazu, häufiger den Blick des Anderen zu suchen als andere. Das kann zunächst ein normales Verhaltensmuster sein.
  • Jedoch transportieren Blicke ja auch oft Gefühle und Stimmungen, und da ist es manchmal nicht leicht zu unterscheiden, was von wem kommt. Ohne sich mit der Frage innerlich abzulenken, versuchen Sie einmal wahrzunehmen, ob in der Häufigkeit des Blickkontakts auch ein Gefühl durchschimmert, wie Anziehung, oder Neugier, oder sogar Scheu. Denn manche Menschen gehen mit ihrer Schüchternheit auch ins Offene und zeigen sie im Augenkontakt.
  • Neben der Häufigkeit gibt es den längeren Blickkontakt, das bewusste Hinsehen und genießende Ansehen. Auch hier können etliche Gefühle oder Stimmungen mitschwingen. Es kommt immer auch auf die Umgebung an, ob Sie gerade in einem Kinosaal, sich gegenüber in einem Restaurant oder im Freien im Park sitzen. Und natürlich kommt es auch auf Sie persönlich an.
  • Bei all dem Fokus auf die andere Person handelt es sich immer auch um eine Dynamik zwischen zwei Menschen. Und Sie können selbst entscheiden, wie Sie mit den Blicken des oder der Anderen umgehen möchten. Erwidern ist nur eine Möglichkeit. Sich dem Blick zuweilen zu entziehen ein andere. All das kann ein Spiel sein und Teil der nonverbalen Kommunikation, die während Ihres Gesprächs abläuft.
  • Es gibt keine eindeutige Methode um zu entscheiden, was ein Blick oder ein längerer Augenkontakt bedeutet. Diese Art der Kommunikation kann Ihr Gespräch begleiten, ein gemeinsames Lachen, Anteilnahme an einer bewegenden Geschichte oder tatsächlich Anziehung bedeuten. Umso wichtiger ist, dass Sie Ihrem Bauchgefühl vertrauen, damit Sie dies in der jeweiligen Situation selbst interpretieren können.
  • Unser Bauchgefühl kann uns oft sehr viel schneller einen Eindruck einer eigentlich sehr komplexen und vielschichtigen Situation vermitteln. Manchmal ist es aber auch trügerisch. Daher gilt es immer abzuwägen zwischen dem, was gerade um Sie herum passiert, und dem, was gerade in Ihnen selbst vorgeht. Häufig geschieht letzteres unbewusst oder halbbewusst. Mit ein bisschen Übung können Sie Ihren eigenen Gefühlen und denen des oder der Anderen mit mehr Aufmerksamkeit zu begegnen.

Bedeutsamkeit von Blicken und intuitives Handeln

Wir sehen also, dass Blicke und Augenkontakt stets mit Bedeutung und zwar mit ganz verschiedenen Bedeutungen versehen ist. Auf diese Weise orientieren wir uns ganz automatisch in Gesprächen, und ziehen daraus manchmal mehr Informationen als aus dem Gesagten.

Was Menschen tun oder zeigen, kann mit dem, was sie sagen, entweder übereinstimmen oder ihm widersprechen. Daher ist es wichtig, das eigene Feingefühl für die nonverbale Kommunikation zu schulen. Im Datingkontext stellt sich neben der Frage nach der Bedeutung von Blicken auch die Frage, was daraus folgt. Hier sind die Tipps von uns:

  • Eine der am häufigsten gestellten Fragen ist, ob langer Augenkontakt gleich Anziehung oder ein Wunsch nach Nähe bedeutet. Das kann definitiv der Fall sein. Dem ersten Kuss zum Beispiel geht in vielen Fällen ein Schweigen und ein längerer Blickkontakt voraus. In einer solchen Situation, gerade wenn nicht gesprochen wird, wissen beide intuitiv was geschieht, und handeln dementsprechend.
  • Intuition ist hier ein wichtiges Stichwort, denn bei Blicken gibt es zwar in vielen Fällen eine offensichtliche Bedeutung, manchmal können sie aber auch vage, vieldeutig oder uneindeutig erscheinen. Daher ist es oft hilfreich, wenn man sich auf die eigene Intuition verlassen kann, die häufig eine Reihe an vielschichtigen Information viel schneller verarbeiten kann als etwa das rationale Denken.
  • Außerdem kommt hier die Frage auf, ob Sie das, was Sie sehen, oder vielmehr wie die andere Person sie ansieht, Ihnen gefällt oder nicht. Blickkontakt kann nämlich auch invasiv wirken, wenn er ungewollt ist: Er ist dann ein Eindringen in die Privatsphäre. Wenn Sie jedoch dem Anderen gegenüber zugewandt sind, und sich auf ein Spiel mit Blicken einlassen, können Sie etwa auch mit einem Wegschauen, einem bewussten Brechen des Blickkontakts, eine bestimmte Spannung erzeugen.
  • Es bleibt Ihnen also auch ebenso viel Spielraum, mit Blicken auf Ihre Weise umzugehen. Sie brauchen diesen nicht passiv ausgeliefert zu sein. Und wenn dem so ist, dass Sie Anziehung im Augenkontakt verspüren, ein Knistern, dann können Sie ganz in Ihrem Tempo entscheiden, ob Sie dem nachgehen möchten oder nicht. Das Spiel mit Blicken ist oftmals ein reizvolles und kann mit viel Vergnügnen einhergehen. Wenn Sie sich danach fühlen, lassen Sie sich darauf ein.

Wie wir gesehen haben, ist es nicht immer leicht zu beantworten, was ein längerer Blickkontakt bedeutet. Es kommt vielmehr auf den Kontext, auf die Situation und auf Ihre jeweilige Dynamik an. Aber auch darauf, wie Sie sich entscheiden, mit den Blicken des oder der Anderen umzugehen. Sie können daraus ein Spiel machen, können Blicke willentlich erwidern oder abbrechen, und auf diese Weise auch selber signalisieren, wie Sie sich fühlen, und was Sie sich wünschen.